Die Depression: sprechen Sie darüber

Die Depression ist eine Krankheit, die sehr häufig auftritt. Sie betrifft alle sozialen Schichten und alle Alterskategorien. In Belgien leiden ungefähr 1 bis 1,7 Millionen Personen im Laufe ihres Lebens an einer Depression.

Die Depression ist ein pathologischer Zustand, der durch eine Traurigkeit mit seelischem Schmerz, einen Verlust der Selbstachtung und eine Abnahme der Psychomotorik gekennzeichnet ist. Sie könnte wie eine endlose Trauer beschrieben werden.

Wie kann man eine Depression erkennen?

Wichtig zu wissen ist, dass nicht jedes Problem einer Depression gleichzusetzen ist. Jeder kann schwierige Momente erleben, ohne der Depression zu verfallen.

Wenn eine Person allerdings seit mehr als 2 Wochen mindestens 5 der folgenden Symptome aufweist und wenn sich ihr übliches Verhalten ändert, ist es sinnvoll, einen Arzt aufzusuchen.

  • Traurige Stimmung: das Gefühl, dass alles schlecht ist, dass alles schwarz ist
  • Abnehmen des Interesses oder der Freude an den täglichen Tätigkeiten
  • Energieabnahme oder Müdigkeitsgefühl
  • Schlafstörungen: Verkürzung oder Verlängerung des Schlafrhythmus
  • Änderung des Appetits: Gewichtszunahme oder -verlust
  • Konzentrationsstörungen: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsprobleme
  • Verhaltenstörungen: dauernde Unruhe, Nervosität und Reizbarkeit oder im Gegenteil langsame Bewegungen, weniger Ausdruck im Gesicht
  • Das Gefühl, unnütz zu sein: die Person setzt sich herab und hat keine Selbstachtung mehr
  • Gedanken an Selbstmord oder Selbstverstümmelung

Die Ursachen

Von Fall zu Fall sind die Ursachen unterschiedlich. Gemäß den Fachleuten handelt es sich um eine Kombination psychosozialer und biologischer Faktoren.

  • Psychosoziale Faktoren: Alter, Geschlecht, Ehestand, berufliche Situation, Trauer, Geburt
  • Biologische Faktoren: Erbfaktoren, schwere Krankheit (Aids, Krebs)

Wie kann man die Depression behandeln?

Für jeden ist die Depression verschieden. Die Krankheit kann eine Behandlung mit Antidepressivum und eine Psychotherapie erfordern. Antidepressiva sind keine Drogen, sondern Arzneimittel gegen Depressionen. Die Behandlung mit Antidepressiva erfordert eine regelmäßige medizinische Betreuung nach der Verschreibung. Diese medizinische Betreuung kann durch einen Allgemeinmediziner oder einen Psychiater ausgeführt werden.

Welche Rolle spielt die Umgebung?

Die Umgebung spielt eine wesentliche Rolle bei der Behandlung des depressiven Patienten. Es ist sehr wichtig, ihm zuzuhören. Beschuldigen Sie nie eine depressive Person, energielos zu sein und erwecken Sie keine Schuldgefühle bei ihr.

Wir haben und behalten alle ein Potential und Fähigkeiten. Die depressiven Personen haben ihr Selbstvertrauen verloren und setzen sich herab. Die Umgebung soll ihnen helfen, allmählich diesen Lebenshunger zurückzufinden, indem man sie bei ihren Anstrengungen begleitet.

Die Depression ist weder eine Krankheit, derer man sich schämen muss, noch das Anzeichen einer Schwäche. Eine schnelle Diagnose und das Mithören sowohl der Angehörigen als auch von Fachleuten tragen zu einer wirksamen Behandlung bei und verringern das Rückfallrisiko.

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